Christmas Carol für den Panchen Lama

Panchen Lama - Politischer Gefangener in China
Foto: Panchen Lama

 

Der Panchen Lama wird seit mehr als 25 Jahren von der Volksrepublik China als Gefangener gehalten. Zeit für eine Weihnachtsgeschichte. Ein Sonderbeauftragter fährt nach China. Im Auftrag des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Das wäre unser Weihnachtsgeschenk für den Panchen Lama.

Die freie Welt will Weihnachten mit dem Panchen Lama feiern. Der Panchen Lama ist neben dem Dalai Lama die wichtigste spirituelle Persönlichkeit Tibets. Der Geburtsname des aktuellen Panchen Lama ist Gedhun Choeky Nyima.

Der Panchen Lama wurde entführt. Im Alter von sechs Jahren. Von der Volksrepublik China. Aus seinem Heimatort in Tibet. Sein Aufenthaltsort ist bis heute nicht bekannt. Es ist eine Kindesentführung aus einem okkupierten Land. Es wurde auch die Geburtsfamilie des Panchen Lama abgeholt und mitgenommen. Sie wurden getrennt von ihrer tibetischen Gemeinschaft.

Der Panchen Lama ist jetzt bereits seit mehr als 25 Jahren eine Geisel, die von der Volksrepublik China gefangen gehalten wird. Das ist ein Zustand, der von der internationalen Gemeinschaft nicht geduldet werden darf.


Gefangener der Volksrepublik China

Er ist der 11. Panchen Lama und wurde am 25. April 1989 im besetzten Tibet geboren. Der Dalai Lama bestätigte am 14. Mai 1995 Gedhun Choeky Nyima als 11. Panchen Lama. Bereits drei Tage später wurde der Panchen Lama von der Volksrepublik China entführt.

Internationale Bemühungen, den Aufenthaltsort des Panchen Lama zu erfahren, blieben bisher ergebnislos. Inzwischen ist der Panchen Lama bereits 28 Jahre alt. Die Volksrepublik China gab bisher keine Information über den genauen Aufenthaltsort des Panchen Lama. Es wird internationalen Organisationen nicht gestattet, den Panchen Lama zu sehen und mit ihm ein Gespräch zu führen.

Das bestätigen auch die Aussagen von Tenzin Dorjee, der im Dezember 2016 zum Commissioner in der US Commission on International Religious Freedom USCIRF (www.uscirf.gov) ernannt wurde.

Interview mit Commissioner Tenzin Dorjee

Ein Interview mit Tenzin Dorjee wurde im Dezember 2017 für das deutsche Kulturmagazin Tabula Rasa geführt:
Interview mit Commissioner Tenzin Dorjee von der US Commission on International Religious Freedom USCIRF
(Tabula Rasa – Magazin für Gesellschaft und Kultur, 18. 12. 2017)
www.tabularasamagazin.de/interview-mit-commissioner-tenzin-dorjee-von-der-us-commission-on-international-religious-freedom-uscirf

Tanzin Dorjee, der auch Professor für Human Communication Studies an der California State University in Fullerton ist, erklärte in dem Interview:

„Das kommunistische China hält diese Information so geheim, dass ich nicht einmal eine Spur zum aktuellen Aufenthaltsort des Panchen Lama finden konnte. Die Zensur ist in diesem Fall schlimmer als in Nordkorea“.

Bereits am 25. April 2017 veröffentlichte Commissioner Tenzin Dorjee einen Offenen Brief an den Panchen Lama zu seinem 28. Geburtstag, der in der Öffentlichkeit noch mehr Beachtung finden sollte:
Open Letter from USCIRF Commissioner Tenzin Dorjee to the Panchen Lama on his Birthday
(Tenzin Dorjee, USCIRF, 25. 4. 2017)


Deutliche Schritte setzen

Bereits im Oktober 2017 machte Jim McGovern, Representative im Congress der USA, auf Huffington Post deutlich:
America Must Stand Up To China To Defend Human Rights In Tibet
(Huffington Post, 13. 10. 2017)

Jim McGovern erklärte in seinem Beitrag:

„Wir sind der Überzeugung, die Regierung der USA muss mehr unternehmen in Reaktion auf die Verletzungen der religiösen Freiheit, die die chinesische Regierung gegen das tibetische Volk beging“.
(„We believe that the U.S. government must do more in response to the religious freedom violations the Chinese government has committed against the Tibetan people“).

Jetzt wurde der neu gewählte Präsident Joe Biden gleich zu Beginn seiner Amtszeit ermahnt, die dringend erforderlichen Initiativen zu setzen. Sophie Richardson, China Director von Human Rights Watch befand:
Biden Must Stand Up to China on Human Rights: The United States Too Often Finds Reasons Not to Act
(Sophie Richardson, Human Rights Watch, 27. 11. 2020)

Lichttag mit dem Panchen Lama

Die Forderungen müssen den Verantwortlichen der Volksrepublik China unmissverständlich vermittelt werden. Die internationale Öffentlichkeit will den Panchen Lama sehen und wissen, wie es ihm geht. Gespräche mit dem Panchen Lama müssen geführt und publiziert werden.

Der Präsident der USA muss die Initiative deutlich setzen. Damit diese Provokation der Volksrepublik China beendet wird. Er muss dafür einen Sonderbeauftragten ernennen. Es muss dafür ein Mann nach China geschickt werden, der diese Mission jedenfalls erfolgreich durchführt.

Möglicher Vorschlag: Arnold Schwarzenegger. Er war immer am Erfolg orientiert. Der in der Steiermark geborene Arnold Schwarzenegger („I am from Austria“) wurde in den USA bereits in den sechziger Jahren als Mister Universe berühmt, in den achtziger Jahren als Terminator zum Filmstar und von 2003 bis 2010 als Gouverneur von Kalifornien ein international anerkannter Politiker. In den vergangenen Jahren setzte sich Schwarzenegger für Umweltpolitik ein. Die Befreiung des Panchen Lama aus der chinesischen Geiselhaft wäre die nächste große Mission des Arnold Schwarzenegger.

Die österreichischen Wurzeln des Arnold Schwarzenegger sind bei dieser Mission kein Nachteil. Die enge Verbindung des Dalai Lama zu Österreich sind bekannt. Entstanden durch den Kontakt mit dem Kärntner Heinrich Harrer, der sieben Jahre in Tibet verbrachte. Bis das Land 1950 von den Chinesen besetzt wurde. 1951 begleitete Harrer den Dalai Lama auf seinem Weg ins Exil nach Indien. Schwarzenegger ist jedenfalls seit seiner Kindheit in Österreich bewusst, dass Tibet von Bedeutung ist. Heinrich Harrer vermittelte dies deutlich..

Nach 25 Jahren Gefangenschaft. Es wird Zeit für eine Weihnachtsgeschichte für den Panchen Lama. Dieses Jahr sollen die letzten Weihnachten sein, die der Panchen Lama in chinesischer Gefangenschaft verbringt. Die internationale Gemeinschaft will die nächsten Weihnachten mit dem Panchen Lama feiern. Er soll dann über die Möglichkeit verfügen, seine tibetischen Freunde zu sehen. Am Lichttag des Weihnachtsfestes.

© Autor: Johannes Schütz, 2020

Aktualisierte Version eines Beitrages, der erstmals auf Huffington Post veröffenticht wurde:
Johannes Schütz: „A Christmas Carol for the Panchen Lama: Was wir dem Panchen Lama zu Weihnachten schenken wollen“, Huffington Post Germany, 23. 12 2017.

Bedauerlicherweise wurde die deutsche Redaktion der Huffihgton Post im März 2019 geschlossen. Alle Inhalte der Huff Post wurden in der Folge aus dem Netz genommen. Auch 60 Beiträge, die Johannes Schütz über Verletzungen von Grundrechten auf der Huff Post brachte.
(www.huffingtonpost.de/author/johannes-schuetz)

Zum Autor:
Johannes Schütz, ist Medienwissenschafter und Publizist,, war Lehrbeauftragter an der Universität Wien (Informationbroking, Recherchetechniken, Medienkompetenz), Vorstand des Zentrums für Medienkompetenz, Projektleiter bei der Konzeption des Wiener Community-TV, Projektleiter für ein Twin-City-TV Wien-Bratislava (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Journalistik der Universität Bratislava), investigative Publikationen (Justiz, Psychiatrie, EU).
Veröffentlichungen u. a. The European, Tabula Rasa Magazin, Huffington Post.
Johannes Schütz bereitet eine Buchpublikation vor: „Die Enteigner: Der größte Skandal der Republik Österreich“.
Kontakt: info [at] communitytv.eu

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Johannes Schütz, Medienwissenschafter und Publizist, geboren in Österreich, lebt jetzt im Exil, war Lehrbeauftragter an der Universität Wien (Informationbroking, Recherchetechniken, Medienkompetenz), Vorstand des Zentrums für Medienkompetenz, Projektleiter bei der Konzeption des Wiener Community-TV, Projektleiter Twin-City-TV Wien-Bratislava, investigative Publikationen (Grundrechte, EU). Veröffentlichungen u. a. The European, Tabula Rasa. Johannes Schütz bereitet eine Buchpublikation vor: „Die Enteigner: Der größte Skandal der Republik Österreich". www.tabularasamagazin.de/author/schuetz_johannes www.theeuropean.de/johannes-schuetz Kontakt: iinfo [at] communitytv.eu